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Befehlsempfänger oder Mitarbeiter?

Unsere Mitarbeiter sind maßgeblich daran beteiligt, ob unsere Gäste sich bei uns wohlfühlen und wiederkommen. Umso erstaunlicher ist es für mich, dass ich immer wieder feststelle, in wievielen Betrieben der Name „Mitarbeiter“ nicht zutreffend ist. „Befehlsempfänger“ wäre hier die richtige Beschreibung. Das ist bei den Kollegen der Fall, die immer noch denken, ihr patriarchischer Führungsstil sei das richtige Instrument der Mitarbeiterführung im 21. Jahrhundert. Schnell erkennt man diese Führungsmethode im Umgang mit den Mitarbeitern. Oft treten folgende Sätze auf: „Das kann ich Ihnen nicht sagen, da muss ich den Chef fragen“, „Keine Ahnung, darum kümmert sich grundsätzlich der Chef“, „Da kann ich nichts zu sagen, ich bin hier nur der Rezeptionist“. Diese Liste läßt sich noch unenedlich erweitern.

Doch wie kommt es dazu? Ich glaube, dass ist am häufigsten der Fall bei Kollegen, die Angst haben. Angst davor, ein „Angestellter“ könnte ihnen das Wasser reichen oder gar allzu mächtig werden. Aber mächtig in Bezug worauf? Oder ist es vielleicht die Angst davor, dass der Mitarbeiter seinen Wert selbst erkennt und mehr Lohn fordert? Oder ist es manchmal auch Eifersucht auf das Lob der Gäste? Sicherlich gibt es hier viele Gründe die zutreffen. Eins steht aber ganz bestimmt fest, bei all den Herausforderungen die wir Gastronomen und Hoteliers schon heute bei der qualifizierten Mitarbeitersuche haben, wird es diese Kollegen in naher Zukunft besonders heftig treffen.

Deshalb mein Tipp: Schaffen Sie eine Atmosphäre in der Sie und Ihre Mitarbeiter sich wohlfühlen. Machen Sie Ihre Angestellten zu Mitarbeitern und entwickeln Sie Ihr Team. Geben Sie Verantwortung ab, helfen Sie Ihren Mitarbeitern zu wachsen. Damit zeugen Sie Ihren Mitarbeitern Vertrauen und machen Ihren Job langfristig interessanter. Hierdurch gewinnen Sie im Team an Spaß, Motivation und ein höheres Maß an Leistungsbereitschaft. Am besten ebnen Sie den Weg mit einem überwiegend kollegialen Führungsstil.

 

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